VINCENTZ BERLIN – Immer einen Schritt voraus!

Unternehmens-Trio will eHealth-Versorgung vorantreiben

14.09.2016 12:48 Uhr  

Themen: Ärzte   Krankenkassen   Krankenhäuser   Forschung und Entwicklung  

Die AOK Nordost, Vivantes und die Sana Kliniken AG wollen zukünftig neue Wege in der eHealth-Versorgung beschreiten: In einem gemeinsamen digitalen Gesundheitsnetzwerk sollen sie die Verletzungspotentiale digitaler Anwendungen sektorübergreifend genutzt werden, um die Gesundheitsversorgung durch einen besseren Informationsfluss zwischen Patienten, Krankenhäusern, Ärzten und Krankenkasse zu optimieren. Dazu haben sich die drei Partner jetzt in einem Letter of Intent bekannt.

So sollen Versicherte der AOK Nordost in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern in naher Zukunft selbst schnell über ihre Medikationspläne, Untersuchungsergebnisse und andere Gesundheitsdaten verfügen können. Ihren behandelnden Ärzten und Therapeuten können sie beispielsweise im Bedarfsfall einen schnellen Einblick in ihre persönliche digitale Gesundheitsakte gewähren. Die Ärzte können sich dadurch schneller ein präzises Patientenbild verschaffen und entsprechend therapieren. Dadurch können letztlich auch Über-, Unter- und Fehlbehandlungen vermieden werden.

Technische Basis ist der IHE-Standard

„Smarte Lösungen im eHealth-Bereich können die Effizienz der Gesundheitsversorgung verbessern und zugleich die Gesundheitskompetenz sowie die Selbstbestimmung der Patienten stärken. Im Interesse unserer Versicherten wollen wir deshalb auch qualitätsgesicherte digitale Angebote entwickeln, die einen konkreten Nutzwert bringen, aber auch höchsten datenschutzrechtlichen Anforderungen genügen“, erläutert Frank Michalak, Vorstandsvorsitzender der AOK Nordost.

Technisch wird das Gesundheitsnetzwerk auf dem Standard IHE (Integrating the Healthcare Enterprise) basieren. IHE ist eine international weit verbreitete technische Basis für die Vernetzung von Behandlungsinformationen zwischen Ärzten, Krankenhäusern und weiteren an der Behandlung Beteiligten und bildet somit auch die Basis für elektronische Patientenakten. Dieser Standard wird beispielsweise schon in der Schweiz, Österreich oder in den USA verwendet. Kommunikation nach IHE soll auch in der zentralen Telematikinfrastruktur der gematik abgebildet werden. Cisco ist der technisch-strategische Entwicklungspartner der Initiative Gesundheitsnetzwerk.

Anwendungen ab 2017 - Doppelstunden vermeiden

Im Vordergrund steht für die Partner nun die gemeinsame Arbeit an konkreten Modellen. Hierzu werden in einem ersten Schritt praktische Anwendungsfälle identifiziert, die sowohl einem Indikations- als auch regionalen Ansatz folgen können. Zukünftig sollen weitere Partner gewonnen und beteiligt werden. Geplant ist, zum Anfang des nächsten Jahres erste Umsetzungen zu etablieren. Sobald die zentrale Telematikinfrastruktur der gematik sicher und stabil funktioniert, soll das Gesundheitsnetzwerk dort integriert werden. Alle Partner wollen dabei unnötige Doppelstrukturen vermeiden.

 


Dateianhänge

Keine Dateianhänge vorhanden

« Zurück zur Artikel-Übersicht



Vincentz Apps

Topaktuelle News zur aktuellen Gesundheitspolitik und -wirtschaft in einer praktischen App.

iPool ist Ihre mobile Nachrichtenagentur und liefert Nachrichten, Hintergründe sowie Kommentare zur Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft - aufbereitet für mobiles Lesen. Mehr erfahren »

Apple App-Store Grafik Google Play-Store Grafik


Netzwerke

Bleiben Sie mit uns in Kontakt …