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Annette Scheder, Logs Verlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-8325-1425-9, 40,50 Euro
Forschungsgegenstand der vorliegenden Arbeit ist das deutsche Konzept für Disease Management Programme (DMP), wie es mit dem Gesetz zur Reform des Risikostrukturausgleichs vom 10.12.2001 eingeführt wurde und in der Risikostruktur-Ausgleichsverordnung geregelt ist. Zielsetzung der deutschen DMP ist neben der Verbesserung der Versorgung chronisch kranker Patienten auch die Weiterentwicklung des finanziellen Risikostrukturausgleichs innerhalb der gesetzlichen Krankenkassen. In der vorliegenden Arbeit wird untersucht, inwieweit das deutsche DMP-Konzept für die Diagnose Diabetes mellitus Typ 2 die Indikatoren der verschiedenen versorgungsrelevanten DMP-Dimensionen erfüllt.
Ausgangspunkt für die überprüfung der Forschungsfrage ist die Darstellung des besonderen Versorgungsbedarfs bei chronischen Erkrankungen, speziell des Diabetes mellitus Typ 2. Anschließ,end wird erarbeitet, wie ein Diabetes-DMP, das sowohl dem Versorgungsbedarf als auch den ökonomischen Zielsetzungen gerecht werden soll, definiert ist und durch welche versorgungsrelevanten Dimensionen es kennzeichnet ist. In den darauf folgenden Kapiteln werden die Charakteristika des deutschen Diabetes-DMP spezifiziert und dessen Implementierungsproblematik aufgrund der Verhandlungs- und Entscheidungsstrukturen innerhalb des korporativen Gesundheitssystems und der Anbindung an den Risikostrukturausgleich herausgearbeitet.
Die empirische Analyse des Diabetes-DMP bildet den Schwerpunkt der Arbeit. Zunächst werden die ausgewählte Forschungsmethode und das Studiendesign dargestellt. Bei der Forschungsmethode handelt sich um eine zweistufige Delphi-Befragung mit Experten der Kassenärztlichen Vereinigungen, Krankenhausgesellschaften, gesetzlichen Krankenkassen und Wissenschaft. Der Themenkomplex der Befragung spiegelt die sechs versorgungsrelevanten DMP-Dimensionen wider.
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