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  • 30.06.2010
  • 12:48

Schwarzmalerei? - DKG bezweifelt GKV-Defizitzahlen

Für die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) bestehen nach den Worten ihres Hauptgeschäftsführer Georg Baum "berechtigte Zweifel, ob die vom Spitzenverband der Krankenkassen behaupteten Defizite in 2011 stimmen." Auf der Ausgabenseite gehen die Krankenkassen z. B. für das laufende Jahr bei den Krankenhäusern von einem Zuwachs von 6,2 Prozent und für das Jahr 2011 von 3,5 Prozent aus. Diese Werte sind laut Baum "sachlich nicht nachvollziehbar. Sie sind bewusst zu hoch gesetzt." Realistisch für das laufende Jahr seien maximal 4,5 Prozent und für 2011 eher 2,5 Prozent. In der Differenz liegen Minderausgaben der Kassen von ca. 1,5 Milliarden Euro. Mit diesem Betrag würde nach Meinung des DKG-Chefs "der bislang mit 2,5 Milliarden Euro definierte Kostendämpfungsbedarf (nach der Pharma) bereits zu 60 Prozent gedeckt." Auch auf der Einnahmenseite sei "eine kritische Hinterfragung der pessimistischen Prognose angezeigt." Die anziehende wirtschaftliche Entwicklung, der massive Abbau von Kurzarbeit und der Aufbau der Beschäftigung würden mehr Geld in den Fonds bringen als bislang angenommen, so dass auf der Ausgaben- und auf der Einnahmenseite die finanziellen Eckwerte in Frage zu stellen sind.

Finanzierungsprobleme einzelner Krankenkassen sollten bei der Politik keine unsachgemäße Kürzungsforderungen auslösen. Baum erinnert daran, "dass das GKV-System insgesamt nach wie vor auf Vermögensbeständen in Höhe von etwa sechs Milliarden Euro sitzt."




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