Vincentz Network Berlin

Details

  • 20.05.2009
  • 12:22

vdek sieht Apothekenurteil des EuGH als "Falsches Signal"

    Thomas Ballast, Vorstandsvorsitzender des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek),  sieht im EuGH-Urteil zum Fremdbesitzverbot bei Apotheken "leider die völlig falschen Signale". Schon heute arbeiteten eine Vielzahl von angestellten Apothekern in den deutschen Apotheken, ohne dass dies die Versorgung der Versicherten beeinträchtigt hätte. „Die Apotheke muss nicht inhabergeführt sein, um gut beraten zu können."   Die Aufhebung des Fremdbesitzverbotes für Apotheken wäre der richtige Schritt in Richtung mehr Wettbewerb gewesen. Nun bleibt es den Mitgliedsstaaten freigestellt, über Regelungen zum Arzneimittelvertrieb zu entscheiden. Ballast: „Die Politik ist nun gefordert, für mehr Flexibilität zu sorgen!“ Dies betreffe sowohl die Vertriebswege bei Arzneimitteln als auch die Preisbildungsmechanismen bei Arzneimitteln. Würde es zu einer Lockerung des Fremdbesitzes kommen, könnten sich neben der  klassischen Apotheke auch andere Vertriebsformen am Markt etablieren. Dadurch könnten sich effizientere Angebotsstrukturen entwickeln und die Versorgung der Patienten auch wirtschaftlicher organisiert werden.




© Vincentz Network Berlin
 

Ihre Auswahl wurde gespeichert