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  • 23.07.2010
  • 10:18

Umfrage: Ärzte verharren wider jede Hoffnung im System

Deutschlands Ärzte sind skeptisch. Mehr als acht von zehn Medizinern (84,3%) glauben nicht daran, dass die Politik in der Lage ist, das bestehende Gesundheitssystem auf neue und damit verlässliche Füße zu stellen. Eine Mehrheit (51,6%) ist dafür, alles so zu lassen, wie es ist. So das Ergebnis des monatlich erscheinenden GesundheitsMONITORs von CompuGroup Medical, Medical Tribune und Rhein-Zeitung, der im Juni / Juli über 400 Ärzte repräsentativ befragt hat.  

Noch zurückhaltender sind Deutschlands Ärzte bei einem möglichen Griff in die eigenen Taschen. 93,4% sind nicht bereit, durch eigenen Honorarverzicht zur Rettung der leeren Gesundheitskassen beizutragen. Hier sollte - zumindest nach dem Willen der Mediziner - bei den Krankenkassen (33,7%) und der Pharmaindustrie (28,0%) begonnen werden - gefolgt von einem höheren Beitrag der Krankenhäuser (16,4%).   Auch bei der Bereitschaft ihrer Patienten sehen die Mediziner wenig finanzielle Hilfsbereitschaft für die Solidarkassen am Gesundheitshorizont. 60,5% gehen nicht davon aus, dass die Versicherten bereit sind, noch mehr Krankenkassenbeiträge als bisher zu bezahlen.  Das bestehende System mit seinen Einheits- und Zusatzbeiträgen soll erhalten bleiben und weiterentwickelt werden. Die Kopfpauschale von Gesundheitsminister und Arzt-Kollege Philipp Rösler sieht nur jeder Fünfte (20,5%) als perspektivreiche Option. Die Bürgerversicherung der SPD schafft es gerade mal auf 17,7%.  




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