- 30.06.2010
- 09:32
Datenschutz: FVDZ kritisiert KZVB-Chef
Der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) übt scharfe Kritik am Vorstandsvorsitzenden der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns (KZVB), Janusz Rat. Grund ist die Richtlinie zur einrichtungs- und sektorenübergreifenden Qualitätssicherung (QS), die der Gemeinsame Bundesausschuss (GB-A) am 19. April beschlossen und am 20. Mai 2010 abgeändert hat. Deren Ziel ist es, „zunehmend entstehende wechselseitige Überschneidungen“ u.a. im vertrags(zahn)ärztlichen Bereich zu vermeiden. Die Datensammlung soll im Bereich der zahnärztlichen Versorgung die KZV übernehmen. Als Vorsitzender des Datenschutzkontrollausschusses der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) hätte sich Rat seit langem mit diesem Thema befassen müssen. Der FVDZ Bayern wirft ihm vor, Bayerns Zahnärzte viel zu spät, am 21.Mai über dieses einschneidende Vorhaben der Datenbevorratung und -kontrolle informiert zu haben. Dabei liege der erste Entwurf bereits seit 19. April 2010 vor. Der FVDZ-Landesvorsitzender Dr. Jürgen Welsch sieht in der „späten“ Pressemeldung der KZVB "den Versuch Rats, vom eigenen Versagen abzulenken."
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